Historisch

Feuerordnung von 1598

Feuerordnung von 1598

Die „Feuerordnung“ von 1598 regelte wie man sich im „Flecken Bermatingen“ bei Feuer verhalten sollte und welche Pflichten die Bürger im Brandfall nachkommen mussten. Acht Jahre vor Ausfertigung dieses „Vordrucks“ – 1590 – brannten in Bermatingen nach einem Blitzschlag 80 Häuser ab. In alten Texten stößt man immer wieder auf den „Feuerkübel“. Noch im 19. Jahrhundert war ein Besitz eines Feuerkübels eine unabdingbare Voraussetzung, um in unserer Gemeinde Bürger werden zu können. Wer mehr über die Feuerordnung wissen will, hier klicken.

Gründung der freiwilligen Feuerwehr

Blättert man in den Protokollbüchern, dann hat der Bericht von der Gründungsversammlung am 21. Juli 1913 besonderes Gewicht:

„Auf Anregung des Großherzoglichen Amtsvorstandes – Herrn Oberamtmann Levringer aus Überlingen – wurde auf heute abend 7 Uhr vom Gemeinderat die hiesige Einwohnerschaft in das Gasthaus Adler eingeladen. Zweck der Besprechung sollte die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr sein. Dieser Einladung folgte eine große Anzahl an Bürgern. Anwesend waren außerdem Bezirksfeuerlöschinspektor Stefan aus Überlingen, dessen Stellvertreter Knecht, Mimmenhausen, Bublin aus Markdorf und Hagen, Hepbach, sowie Herr Bezirksrat Steffelin aus Markdorf und von hier Bürgermeister Haag, die Gemeinderäte und Hw. Herr Pfarrer Rieger. So geschehen in Bermatingen am 21. Juli 1913“

Aus dieser ersten Aufzeichnung geht weiter hervor, dass sich nach überzeugenden Ansprachen des damaligen Oberamtmannes, sowie des Feuerlöschinspektors und des Bürgermeisters Haag sofort 58 Bürger für den Dienst in der Feuerwehr meldeten. Sie trugen sich spontan in die ausgelegten Listen ein.

Nachdem durch namhafte Spenden und Zuschüsse an die Gemeinde die Finanzierung von Geräten und Uniformen gesichert war, fand am 17. September 1913 die nächste Sitzung statt, bei der Wahlen durchgeführt wurden.

Gewählt wurden:
1. Kommandant: Gemeinderat und Ziegeleibesitzer Leo Ott
als Stellvertreter: Gemeinderat und Schmiedemeister Adolf Bleier
zum Adjutanten und Schriftführer: Ratschreiber Josef Kugler